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Nur Nichtstun schützt vor Burn-out

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Prävention: Nur Nichtstun schützt vor Burn-out

PP 13, Ausgabe Dezember 2014, Seite 570

MS

Berufstätige, die unter Stress leiden und sich kaum noch erholen können, laufen Gefahr, an einem Burn-out-Syndrom zu erkranken. Wie ein drohendes Burn-out vermieden werden kann, haben die niederländischen Organisationspsychologen untersucht. Sie baten 287 Berufstätige, zwei Wochen lang ein elektronisches Tagebuch zu führen und zu notieren, was sie in ihrer Freizeit taten und ob sie sich dadurch erholten. Die Auswertung der Tagebucheinträge brachte das Ergebnis, dass Erholung nur durch konsequentes Nicht-Arbeiten zu erreichen war. Wer hingegen Arbeit mit nach Hause nahm, den nächsten Arbeitstag zuhause vorbereitete oder auch in seiner Freizeit immer für Vorgesetzte, Kollegen oder Kunden erreichbar war, konnte nicht abschalten und blieb im Dauerstress. Als erholsame Alternativen zum berufsbezogenen Arbeiten erwiesen sich soziale Aktivitäten, wie zum Beispiel seine Zeit mit der Familie und mit Freunden verbringen, sowie zum Beispiel Schlafen, Nichtstun oder Fernsehen. Sport, vor allem wenn er mit hoher Leistung und Anstrengung einherging, wirkte hingegen nicht regenerierend auf die Befragten, da sie ohnehin schon erschöpft waren. Für die Autoren ist somit klar: „Nur durch konsequentes Nichtstun lässt sich Burn-out vermeiden“, meinen sie. Sie empfehlen Unternehmen, darauf zu achten, dass ihre Mitarbeiter vor allem nach der Arbeitszeit konsequent abschalten und sich ausruhen können. Berufstätigen raten sie, selbst darauf zu achten, dass sie sich nicht andauernd im „Arbeitsmodus“ befinden. Hierbei kann es helfen, ein Tagebuch zu führen, in dem die berufsbezogenen und Freizeitaktivitäten notiert werden, oder sich durch moderne Hilfsmittel wie Apps dabei unterstützen zu lassen, die richtige Balance zwischen Arbeit und freier Zeit zu finden. ms

Oerlemans W, Bakker A: Burnout and daily recovery. Journal of Occupational Health Psychology 2014; 19(3): 303–14.

tango

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